Betreuungskonzept

1 Kurzbeschreibung des Schulprofils

Wir sind eine Grundschule im ländlichen Raum mit z. Zt. 91 Schülern, die von acht Lehrkräften in sechs Klassen unterrichtet werden.

Wir verstehen unsere Schule als Ort der Begegnung, der Beziehung, der Bewegung, der Besinnung und der Befähigung.

Mit diesen Leitbegriffen unseres pädagogischen Grundkonzepts ist gemeint:

Begegnung als Entwicklung von Kommunikations- und Teamfähigkeit, Beziehungen zur Region, Partnerschaften zu anderen Schulen, Umgang mit "alten" und neuen Medien, Buchprojekt.

Beziehungen durch das Schaffen von Bedingungen; die das Wachsen von Beziehungen zu anderen Menschen und zu unserer Umwelt ermöglichen und fördern.

Bewegung, um Körper, Geist und Sinne flexibel zu halten, z.B. durch Sinneserfahrungen im gestalteten Schulgelände und -garten.

Besinnung durch Stuhlkreis und Stilleübungen.

2 Träger der Einrichtung

Der Träger der Grundschule ist die Stadt Bleckede.

3 Die Entwicklung der Betreuung an der Grundschule Barskamp

Die Betreuung wurde an der Grundschule Barskamp mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 im Zuge der Einführung der Verlässlichen Grundschule eingerichtet.

Die Gesamtzahl der zu betreuenden Kinder variiert zwischen 25 und 36. Den Betreuungskräften stehen insgesamt 8 Wochenstunden für die Betreuungskinder der 1. und 2. Klassen zur Verfügung. Die Gruppenstärke beträgt etwa 27 Kinder.

4 Rahmenbedingungen

4.1. Anmeldung/Abmeldung

Die Anmeldung für ein Kind in die Betreuung erfolgt verbindlich für ein halbes Jahr zu Beginn des jeweiligen Schulhalbjahres über das Sekretariat in schriftlicher Form.

Eine Nichtteilnahme einzelner Stunden oder Tage ist in Ausnahmefällen telefonisch oder nach Mitteilung im Hausaufgabenheft möglich.

Eine nachträgliche Aufnahme in die Betreuung ist aus familiären oder pädagogischen Gründen grundsätzlich möglich.

Eine Abmeldung während des Schulhalbjahres aus triftigen Gründen bedarf einer Absprache.

4.2. Organisation der Betreuung

Die Aufteilung in Gruppen erfolgt nach Jahrgangsstufen bis höchstens Klassenstärke. Die pädagogischen MitarbeiterInnen organisieren die Betreuungszeit und die Betreuungsangebote eigenverantwortlich im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitszeit. Die Forder-, Förder- und AG-Zeiten werden bei der Organisation berücksichtigt. Grundsätzlich werden in der Betreuungszeit aus pädagogischen und organisatorischen Gründen keine Hausaufgaben erledigt.

4.3. Ablauf der Betreuungszeiten

Betreuungszeiten: Jeweils dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags v. 12.00 Uhr – 12.45 Uhr. Die Gruppen der 1.- und 2. Klässler treffen sich zu Beginn der 5. Stunde in ihren Gruppenräumen. Zu Beginn führen die pädagogischen Mitarbeiterinnen Anwesenheitslisten.

Mittwochs u. donnerstags werden durch einzelne Eltern Brötchen gesponsert, während die Eltern für die Beläge sorgen. Vorlesen, ein gemeinsames Spiel oder ein Stuhlkreis sind während dieser Zeit möglich.

Nach dem Aufräumen stehen den Kindern 2-3 Angebote zur Verfügung.

Hier einige Beispiele:

- immer ein jahreszeitlich gestaltetes Bastelangebot

- malen oder puzzeln

- Freispiel oder Gesellschaftsspiele

- freies Spiel mit oder ohne Spielgerät auf dem Schulhof.

  • Nach Absprache mit einigen Eltern stellen diese ihre Berufe in einer kurzen Begegnung vor. Zuerst erfolgt eine kurze Erläuterung, evtl. an Hand von Material u. Fotos, dann gibt es eine Frage- und Antwortrunde.

Am Ende der Betreuungszeit treffen sich alle SchülerInnen an der Treppe vom Pausenhof oder stellen sich im Klassenraum vor der Tür auf. Mit dem Klingeln verlassen die Kinder die Schule.

5 Räume und Ausstattung

5.1. Räumlichkeiten

Die Gruppenräume der Betreuung sind immer die Klassenräume der 1. und 2. Klassen. Pro Betreuungsgruppe steht ein Klassenraum zur Verfügung, welcher mit einem Symbol gekennzeichnet ist.

Der Schulhof steht für verschiedene Freispiel- und Bewegungsangebote zur Verfügung.

5.2. Ausstattung

Auf dem Schulhof werden die Pausenspielgeräte mitgenutzt, zum Beispiel: Bälle, Seile, Einräder, Stelzen, Pedalos, etc. Zusätzlich gibt es eigene Betreuungsspielgeräte, zum Beispiel: Sandspielzeug, Besen, Schneeschieber, Seile etc.

5.3. Material

Jahreszeitlich wird mit den Kindern gesammeltes, frisches Material aus der Natur, wie Blätter, Zweige, Beeren, Moos, Kastanien, Blüten und Sand zur Gestaltung benutzt.

Alltagsmaterial:

  • Dosen, Becher, Müllsäcke, Tapete, Papprollen, Schachteln.

  • verschiedene Bastelpapiere in allen möglichen Größen und Farben

  • Stoffe, Wolle, Watte

  • Tusche, Deckfarben

  • Scheren, Klebe, Stifte aller Arten

  • Diverse Kleinstbastelutensilien; Kulleraugen, Perlen, Drähte usw.

  • Gesellschaftsspiele

6 Team

Unser Team besteht aus zwei pädagogischen MitarbeiterInnen sowie einem Bufdi, die gleichberechtigt zusammen arbeiten. Die vertraglich festgelegte Arbeitszeit beträgt insgesamt acht Wochenstunden. Das Erarbeiten der Angebote, sowie die Durchführung und Umsetzung erfolgt in selbstständiger Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter.

Zu Beginn der Schulhalbjahre oder bei Bedarf finden gemeinsame Vorbereitungstreffen statt.

Erforderliches Material wird bei Naturmaterialien und Recycling mit den Kindern gemeinsam gesammelt, ansonsten von den pädagogischen Mitarbeiterinnen nach Absprache mit der Schulleitung gekauft.

Ein Austausch mit der Schulleitung sowie den KlassenlehrerInnen findet regelmäßig statt, bei Bedarf auch spontan.

7 Pädagogischer Ansatz der Betreuung

Die Betreuungszeit bietet die Möglichkeit, die Schule anders zu erleben, als im Unterricht.

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heut zu tage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann“.

Astrid Lindgren

Unter Berücksichtigung dieses Ansatzes werden folgende Zielvorgaben verfolgt:

  1. Hinführung zur aktiven und eigenverantwortlichen Freizeitgestaltung

Die Kinder erhalten gezielte und offene Angebote. Sie haben die Möglichkeit zu freiem Spiel, um sich mit sich selbst und der Umwelt kreativ auseinander zu setzten und Ideen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu bekommen.

  1. Unterstützendes und ergänzendes Lernen zur Bewältigung des Schulalltages.

- Spielerisches Eingewöhnen in den Schulalltag bei den Erstklässlern

- Eingliederung neuer Schüler

- Integration schwieriger Schüler

Die Pädagogischen Mitarbeiterinnen stehen bei Bedarf, in der Regel außerhalb der Arbeitszeiten, im Kontakt und Informationsaustausch mit den Lehrkräften, der Schulleitung und den Eltern.

Während der Betreuungszeit üben geeignete Beschäftigungsangebote nebenbei folgende Fähigkeiten ein:

- Grob- und Feinmotorik

- Merkfähigkeit, logisches Denken

- Zahlenverständnis, Sprachentwicklung

- Kommunikationsfähigkeit

- Zeiteinteilung, Ausdauer.

  1. Soziales Lernen

Im Rahmen des Betreuungsalltages nimmt das soziale Lernen einen breiten Raum ein. Einige Beispiele für soziales Lernen in der betreuten Grundschule sind:

  • Wie grenze ich mich ab?

  • Wie arrangiere ich mich mit anderen?

  • Gehe ich auf andere zu?

  • Lasse ich mir alles gefallen?

  • Wie löse ich Konflikte?

  • Das andere Geschlecht

  • Verhältnis jünger/älter – stark/schwach

  • Regeln einhalten

Im Innenbereich enthält dieses Angebot jahreszeitlich beeinflusstes Basteln mit unterschiedlichen Materialen/ Vorlesen/ Einführung von Gesellschaftsspielen in Kleingruppen.


Im Außenbereich wird das Hauptaugenmerk auf ein faires Miteinander gelegt. Sozialverhalten- und Sozialkompetenzen werden gefördert.

Hierfür werden gemeinsame Bewegungsspiele unter Einbeziehung neuer Spiele bzw. Spielvarianten angeboten, unter anderem Seilspringen zu mehreren Kindern mit dem Großseil, Ballspiele, Wanderungen in die nähere Umgebung.

8 Fazit/Ausblick

Dieses Konzept beschreibt die derzeitige Arbeit in der Betreuung an unserer Schule. Nur aufgrund der räumlichen Situation, der unterstützenden Schulleitung und des bereits langjährig gut eingespielten Teams ist dieses Konzept umsetzbar.

Um unseren Betreuungskindern einen sicheren Rahmen bieten zu können, sowie inhaltlich-, pädagogisch und zielorientiert arbeiten zu können, ist ebenso eine verlässliche Struktur seitens der Schule/Päd. Mitarbeiter sowie der Eltern unabdingbar.

Diese Rahmenstruktur beinhaltet:

  • Die festen Betreuungszeiten von 12.00 Uhr – 12.45 Uhr.

  • Die An- und Abmeldemodalitäten im Allgemeinen sowie in Ausnahmesituationen (mit Angabe von Gründen), denn besondere soziale Gefüge innerhalb der Betreuungsgruppe sind nur bei Kontinuität in der Teilnahme für die Kinder erfahrbar.